Das Verständnis von Ökonomie und Ökologie als Gegensatz wurde spätestens mit Beginn des 21. Jahrhunderts revolutioniert. Im Jahr 2011 gehören Umwelttechnologien zu den wichtigsten Zukunftsmärkten des 21. Jahrhunderts. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind eine rasant wachsende Weltbevölkerung und das weltweite Wohlstandsstreben. Rohstoffe werden immer knapper und die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung immer kostenintensiver. Die Verzahnung von Umweltbewusstsein und wirtschaftlichem Erfolg führt zu einer steigenden Nachfrage nach umweltschonenden und effizienten Technologien.
„Grüne Technologie“ hat sich weltweit als Erfolgsmodell etabliert und gehört mit einem Weltmarktvolumen von etwa 1.700 Mrd. Euro im Jahr 2010 zu den globalen Schlüsselindustrien. Schätzungen zufolge wird der Anteil bis 2020 auf 3.000 Mrd. Euro ansteigen und sich somit innerhalb von zehn Jahren fast verdoppeln. Für Unternehmen öffnet sich somit ein Markt mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial, der selbst während der Finanzmarktkrise zwar langsamer gewachsen, aber nicht eingebrochen ist. Die Leitmärkte der umweltfreundlichen Technologien stellen sich nach Umsatz geordnet wie folgt dar:
Am Umsatz gemessen stellt der Leitmarkt Energieeffizienz aktuell den größten Anteil. Bis 2020 wird von einer Verdopplung des Umsatzes in diesem Bereich auf dann 1.100 Mrd. Euro ausgegangen und ist damit wirtschaftlich sehr lukrativ.
Für den Standort Deutschland ist der Leitmarkt Rohstoff- und Materialeffizienz von großem Interesse. Aufgrund der enormen Entwicklungsschübe im Bereich der Biotechnologie wird bis 2020 von einer Verdreifachung des Umsatzes in Deutschland ausgegangen. Der Leitmarkt Kreislaufwirtschaft wird durch Schlüsseltechnologien wie beispielsweise automatische Stofftrennungsanlagen getrieben. Durch das technische Know-how werden auch in diesem Bereich für Deutschland jährliche Wachstumsraten von zehn Prozent bis 2020 erwartet.
Die deutsche Umwelttechnik Branche ist hervorragend positioniert und alles deutet darauf hin, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.
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