Aufgrund der in den vergangenen Jahren veränderten Rahmenbedingungen für Unternehmen ist ein pro-aktives, systematisches und ganzheitliches Risikomanagement jedoch Voraussetzung, um die Klippen in stürmischer See rechtzeitig zu erkennen und zu umschiffen. Ein zunehmend globalisierter Wettbewerb auf deregulierten Märkten, eine wachsende Komplexität sowie rasante Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie erzeugen Chancen, aber auch Gefahren für die Unternehmen. Eine wachsende Komplexität der Unternehmensprozesse und neue, dezentrale Unternehmensstrukturen, wie beispielsweise durch Outsourcing, haben zu einer neuen Risikolage der Unternehmen geführt. Des Weiteren sind Unternehmen einem verstärkten Kostendruck ausgesetzt. Mit Hilfe von "unternehmerischer Intuition" und reaktiven Steuerungssystemen dürfte es immer schwieriger werden, die Komplexität der Prozesse und Risiken zu erfassen und zu analysieren.
Risikomanagement nach ISO 31000 fokussiert nicht nur die strategischen Risiken in den Bereichen Produkt, Technologie, Markt, Kunde, es schließt auch alle nachgelagerten Risiken auf operationeller Führungsebene ein. Die ISO 31000 betrachtet das Risikomanagement als Führungsaufgabe. Sie bewertet den organisatorischen Rahmen gleich den operationellen Prozesse. Das operative Risikomanagement beinhaltet den Prozess des systematischen und zielführenden Umgangs mit Risiken eines Unternehmens oder einzelner Geschäftsabläufe. Das Ziel hierbei ist nicht die maximale, aber die betriebswirtschaftlich optimale Sicherheit für das Treffen von Entscheidungen und die Auswahl von Strategien des Kunden zu generieren.
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